Kurzes Urteil: Suluada ist ein Badetag, Kekova ein Geschichtstag. Beides sind Bootstouren an derselben Mittelmeerküste — sie konkurrieren aber kaum um denselben Urlaub.
Suluada ist eine kleine Felseninsel vor der Küste von Adrasan, westlich von Antalya: türkisfarbenes Wasser, eine helle Sandbucht, kieferbewachsene Felsen. Man nennt sie die Türkischen Malediven, und der ganze Tag dreht sich darum, in dieses Wasser zu kommen.
Kekova liegt weiter westlich an der lykischen Küste, hinter Adrasan, Richtung Demre und Kaş. Sein Reiz ist die Archäologie: Reste einer antiken Siedlung, die teils im Meer versank, ein Burgdorf über dem Ufer und Wasser, das klar genug ist, um die Steine darunter zu lesen.
Hier stehen beide nebeneinander — ehrlich. Wenn für Sie ohnehin die Insel feststeht: Die Suluada-Bootstour ab Side fährt täglich, pauschal 40 € pro Erwachsenem, 30 € pro Kind von 4–10 Jahren, Babys kostenlos.
Der Suluada-Tag von Anfang bis Ende
Jede Suluada-Tour legt in Adrasan ab. Ihr Abholpunkt ändert nur den Weg über die Straße, nie das Boot. Aus der Region Side werden Sie im Fenster 05:30–06:00 abgeholt; das Boot verlässt Adrasan um 09:40 und macht um 16:00 wieder fest. Von Tür zu Tür sind das rund zehn Stunden, das Mindestalter auf dieser Abfahrt liegt bei 6 Jahren.
Dazwischen kommt der Grund Ihrer Reise: Badestopps an der Insel und in den Buchten ringsum — die Zwillingsstrände, die Love Cave, das geschützte Wasser der Domuz Bay. Wo die Bedingungen es zulassen, bringen Beiboote die Gäste vom Ankerplatz an den Strand. Das Mittagessen entsteht an Bord: gegrillter Fisch oder Hähnchen mit Pasta oder Reis, türkische Mezes des Tages, Salat der Saison, danach Obst und türkischer Tee. Auf der Insel gibt es keinen Laden — nehmen Sie mit, was Sie brauchen.
Weiter westlich deckt die Abfahrt ab Antalya das Zentrum Antalyas, Kemer und Beldibi ab, mit Abholfenster 08:30–09:00 und einem Tag von etwa zwölf Stunden. Sie fährt dienstags und donnerstags ganzjährig, dazu samstags von April bis Oktober — also nicht täglich, und das sagen wir lieber vorher. Alles Weitere in unserem Suluada-Tourguide.
Was Kekova ist
Kekova ist ein geschützter Küstenabschnitt mit vorgelagerter Insel bei den Dörfern Üçağız und Kaleköy, deutlich westlich von Adrasan. Berühmt ist es für die teilweise versunkenen Ruinen entlang der Uferlinie — Treppen und Fundamente einer antiken lykischen Siedlung, die nach Erdbeben ins Meer absank — und für die kleine Burg über dem Dorf.
Die Stimmung ist ruhig und archäologisch. Boote gleiten langsam am Ufer entlang, das Wasser liegt glasklar da, und das Interesse gilt vor allem dem, was man darunter und daneben sieht. Das Interesse ist dort archäologisch, also wird mehr geschaut als geschwommen, und die Küste wirkt eher dörflich still als touristisch belebt. Welche Zugangsregeln gelten, wird vor Ort festgelegt — fragen Sie das Ihren Veranstalter.
Was wir nicht tun: Preise, Fahrpläne oder Anbieter für Kekova erfinden. Das ist nicht unser Produkt, und Raten wäre genau der Fehler, den wir uns verbieten. Fragen Sie den Veranstalter, den Sie in Betracht ziehen.
Badetag oder Besichtigungstag
Was Sie tun. Suluada ist ein Tag fürs Schwimmen: mehrere Stopps, lange Zeit im offenen Wasser, Schnorcheln, Treibenlassen. Kekova ist ein Tag fürs Schauen: Uferlinie, Ruinen, Fotos, eine Dorfburg.
Wo es liegt. Jedes Suluada-Boot legt in Adrasan ab, zwischen den Antalya-Resorts und dem lykischen Westen. Kekova liegt noch weiter westlich — ab Side, Belek oder Alanya also spürbar mehr Straße. Wer frühe Starts und lange Transfers scheut, sollte das mitrechnen.
Das Wasser. Die Bucht von Suluada ist das Postkartenmotiv: heller Sand unter Türkis, genau daher der Malediven-Vergleich. Kekovas Wasser ist ebenfalls berühmt klar — aber es ist Klarheit, um Geschichte zu sehen, kein Strandtag.
Klarheit beim Preis. Unserer ist fest und öffentlich: 40 € pro Erwachsenem ab jedem Abholpunkt der Küste, 30 € für Kinder von 4–10 Jahren, Babys kostenlos, kostenlos online reserviert und am Tourtag bezahlt. Vergleichen Sie das mit dem Kekova-Angebot, das vor Ihnen liegt — was bei uns enthalten ist und was nicht, steht auf der Preisseite.
Ruinen oder Türkis: Wer bucht was
Nehmen Sie Suluada, wenn Sie schwimmen, schnorcheln und in einer hellen Bucht liegen wollen; wenn Sie mit Jugendlichen oder sicheren Schwimmern reisen; wenn Sie einen Bootstag im Urlaub haben und der türkis sein soll.
Nehmen Sie Kekova, wenn antike Stätten Sie mehr bewegen als Strände, wenn Sie ohnehin ganz im Westen bei Kaş oder Kalkan wohnen, oder wenn Ihnen ein langsames, stilles Sightseeing auf dem Wasser lieber ist.
Beides? Dann an verschiedenen Tagen — es sind lange Tage, und die Orte liegen weit auseinander. Wer näher an Side eine deutlich kürzere, ruhigere Süßwasser-Alternative sucht, liest Suluada oder Green Canyon. Ob der Spitzname hält, klärt Suluada oder Malediven. Und wenn nur der Startpunkt offen ist: Side oder Antalya.